Gemeinsame Mittwochsausbildung November 2026
Schornsteinbrand – wie Glanzruß entsteht und worauf es ankommt
Bei der gemeinsamen Mittwochsausbildung im November beschäftigten wir uns mit dem Thema Schornsteinbrand. Als Referent war Bezirksschornsteinfeger Volker Bosold zu Gast. Er erklärte, wie Glanzruß entsteht, welche Ursachen dahinterstecken können und worauf beim Heizen mit Holz zu achten ist.
Ein Schwerpunkt war die Entstehung von Glanzruß. Dieser kann unter anderem durch feuchte oder ungeeignete Brennstoffe, eine nicht passende Feuerstätte oder eine falsche Bedienung entstehen. Auch wenn die Abgase zu stark abkühlen und den Taupunkt unterschreiten, kann sich Glanzruß bilden. Dabei wurde auch darauf hingewiesen, dass Brennstoff und Feuerstätte zusammenpassen müssen: Holz gehört nicht in einen Kohleofen und Kohle nicht in einen Holzofen.
Anhand verschiedener Bilder zeigte Volker Bosold, wie ein Rußbrand im Schornstein entstehen kann und welche Schäden dabei an Schornsteinen und Öfen möglich sind. Außerdem wurden unterschiedliche Schornsteinarten, Brandschutzanforderungen und wichtige Grundsätze für den Feuerwehreinsatz besprochen.
Besonders wichtig für uns als Einsatzkräfte sind die möglichen Anzeichen eines Schornsteinbrandes. Dazu gehören Flammen oder starker Funkenflug aus der Schornsteinmündung, eine starke Rauch- und Geruchsentwicklung sowie ein Schornstein, der sich außen deutlich erwärmt oder sogar heiß wird. Ein ganz wichtiger Grundsatz dabei: Ein Schornsteinbrand darf niemals mit Wasser gelöscht werden! Durch die enorme Hitze kann es beim Einsatz von Wasser zu einer schlagartigen Verdampfung und damit zu gefährlichen Schäden am Schornstein kommen.
Außerdem ging es an diesem Abend auch um die Grundlagen der Holzverbrennung. Dabei wurden die drei Phasen Trocknung, Pyrolyse und Oxidation erläutert. Deutlich wurde, welche Rolle die richtige Verbrennungstemperatur spielt und wie sich ungünstige Bedingungen auf die Verbrennung auswirken können.
Auch der richtige Umgang mit Scheitholz kam zur Sprache. Waldfrisches Holz ist aufgrund seines hohen Wassergehalts nicht für die direkte Verbrennung geeignet. Es sollte ausreichend getrocknet, gespalten und passend dimensioniert sein. Auch das richtige Anzünden spielt eine Rolle. Bei vielen Feuerstätten wird das Anzünden von oben empfohlen, entscheidend ist dabei aber immer die Bedienungsanleitung des jeweiligen Ofens.
Zum Abschluss schauten wir uns noch einmal das Equipment genauer an, das uns auf der Drehleiter für Einsätze bei Schornsteinbränden zur Verfügung steht. Dabei ging es darum, welche Ausrüstung wir für solche Einsätze mitführen und wie sie eingesetzt wird.
Vielen Dank an Volker Bosold für die interessante und anschauliche Ausbildung und die Beispiele aus der Praxis.

