Gemeinsame Mittwochsausbildung Oktober 2026
Technoparty im alten Wasserwerk – anspruchsvolle Einsatzübung für die Feuerwehren der Stadt Gudensberg
Eine Technoparty im alten Wasserwerk, Explosionen, mehrere verletzte und vermisste Personen und gleichzeitig ein Feuer im Außenbereich – das Szenario der gemeinsamen Mittwochsausbildung hatte es in sich.
Angenommen wurde eine Technoparty im ehemaligen Wasserwerk in Gudensberg. Bei der Ankunft der Einsatzkräfte ging es zunächst lediglich um eine Türöffnung. Doch schnell änderte sich die Lage und aus dem zunächst überschaubaren Einsatz entwickelte sich eine umfangreiche und teilweise unübersichtliche Einsatzsituation mit mehreren Einsatzstellen.
Im mittlerweile brennenden Wasserwerkbunker wurden mehrere Personen
vermisst. Atemschutztrupps gingen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Nach einer Explosion war die Sicht im Gebäude für die vorgehenden Trupps teilweise äußerst schlecht bis nahezu gleich null. Die Orientierung und das Vorgehen unter diesen Bedingungen waren damit eine besondere Herausforderung.
Parallel mussten weitere Einsatzstellen abgearbeitet werden. Zwei Personen befanden sich in einem Schacht und mussten gerettet werden. Hier kam die Drehleiter mit dem Flaschenzug zum Einsatz. Mithilfe eines Tragegeschirrs konnten die Personen aus dem Schacht gerettet werden. Während diese Rettungsmaßnahmen liefen, musste an einer weiteren Stelle eine Person aus einem anderen Schacht gerettet werden. Gleichzeitig galt es, eine vermisste Person im angrenzenden Wald zu suchen.
Die Lage blieb dabei ständig in Bewegung. Immer wieder kamen neue Informationen und Aufgaben hinzu, die von den Einsatzkräften und der Einsatzleitung aufgenommen und abgearbeitet werden mussten. Erschwert wurde die Koordination zusätzlich durch Probleme bei der Funkkommunikation. Teilweise bestand keine Funkverbindung zu den eingesetzten Trupps. Gerade in einer solchen Lage zeigte sich, wie wichtig klare Absprachen, Rückmeldungen und eine gute Zusammenarbeit zwischen den Einsatzabschnitten sind.
Während die Einsatzkräfte mit den verschiedenen Einsatzstellen beschäftigt waren, wurde parallel ein Feuer auf einem angrenzenden Feld gemeldet. Ein Partygast hatte beim Verlassen des Geländes einen Strohballen entzündet. Auch diese Einsatzstelle musste abgearbeitet werden. Das Feuer wurde unter anderem mit Feuerpatschen und Dunghaken bekämpft.
Für die Führungskräfte galt es, den Überblick über die einzelnen Einsatzstellen zu behalten, die verfügbaren Kräfte sinnvoll einzusetzen und auf die sich verändernde Lage zu reagieren.
Das Ziel der Übung war: Alle Einsatzkräfte sollten eingebunden sein und unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Dieses Konzept ging auf. Von der Menschenrettung unter Atemschutz über technische Rettungsmaßnahmen bis hin zur Personensuche und Brandbekämpfung waren die unterschiedlichsten Aufgaben gefordert. Gleichzeitig konnten auch die Führungskräfte die Koordination einer komplexen und dynamischen Einsatzlage üben.
Am Ende waren sich alle einig: Es war eine anspruchsvolle, abwechslungsreiche und vor allem gelungene Ausbildung, die allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat.
Ein besonderer Dank geht an die Feuerwehr Deute für die Ausarbeitung und Vorbereitung der Übung sowie an alle Einsatzkräfte und Helfer, die an der Durchführung beteiligt waren.

