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Kommunikation & Menschenführung in der Feuerwehr

Gemeinsame Ausbildung am 06.02.2019

Auf dem gemeinsamen Ausbildungsplan für die Feuerwehren Gudensberg stand „Kommunikation“. Dieses eine Wort hatte sicherlich bei einigen Feuerwehrfrauen und-männer eine gewisse Neugierte erzeugt. Immerhin waren über 50 Personen an diesem Abend erschienen.

 

Katrin Möbus, die stv. SBI, zeichnete für diesen Unterricht, der in dieser Weise sicherlich erstmalig bei den Feuerwehren Gudensberg durchgeführt wurde, verantwortlich. Vorweggenommen: Es war ein sehr interessantes Thema und von Katrin sehr kurzweilig und ansprechend vermittelt worden.

Zur Einleitung erklärte Katrin kurz, warum Kommunikation bei der Feuerwehr sehr wichtig ist. Sie machte auch deutlich, dass Kommunikation alle Ebenen der Feuerwehr betrifft.

  • Führungskräfte → Mannschaft
  • Mannschaft → Führungskräfte
  • Mannschaft → Mannschaft

Zu dem Einstieg in solch ein Thema gehören natürlich auch ein paar grundlegende Informationen. Wie z.B. die vier Seiten einer Nachricht zwischen Sender und Empfänger, also die Selbstkundgabe, die Sachebene, die Appellseite und die Beziehungsseite. Natürlich auch das Sender-Empfänger-Modell. Hierbei wird beschrieben, dass es bei der Übertragung vom Sender zum Empfänger zu Störungen kommen kann und die Nachricht wird verfälscht aufgenommen.

Katrin Möbus sprach auch die Führungsstile. In der FwDV 100 ist beschrieben, dass sich die Vielfalt der Führungsstile auf zwei begrenzen lässt:

  • ·         den Autoritären und
  • ·         den Kooperativen

Die Führungskraft sollte zur Vertrauensbildung und Motivation der Geführten überwiegend kooperativ führen. Bei einem Einsatz können sich der autoritäre und der kooperative Führungsstil schnell mal vermischen. Die Einsatzkräfte sollen deshalb auch im Einsatz -wenn immer möglich- an der Entscheidungsfindung beteiligt werden. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass beispielsweise bei akut auftretenden Gefahrensituationen die Führungskraft in Form eines schnellen Entschlusses und eines knappen Befehls reagieren muss.

Sehr interessant auch der Abschnitt WhatsApp bei der Feuerwehr: Fluch oder Segen. Sicherlich können hier Infos sehr schnell an eine Gruppe weitergeben werden. Große Gefahr besteht jedoch bei der Deutung der Nachrichten. Es kann schneller zu Fehldeutungen der Nachricht beim Empfänger kommen als im realen Gespräch, weil einfach die Gestik und Mimik des Senders fehlt. Bei WhatsAps sollte man Regeln aufstellen und auch beachten. Grundsatz dieses Abschnittes des Unterrichtes war eigentlich: Redet miteinander.

Ein wichtiges Thema bei der Feuerwehr ist der Umgang mit Kritik. Unter dem Überbegriff Kritik üben – Kritik aushalten wurde dieses Thema auch von Katrin angesprochen. Anhand des FEEDBACK-BURGERS und verschiedenen Beispielen erläuterte sie sehr anschauend wie Kritik angegangen werden sollte.
Wichtig hierbei auch der Satz: Nicht nur die Führungskraft kann Kritik anbringen, nein auch die Mannschaft gegenüber der Führungskraft. Grundsätzlich sollte aber immer der sachliche Ton beachtet werden und niemals Kritik üben, wenn die Erregung und die Emotionen noch sehr stark vorhanden sind.

Sehr interessant auch die Abschlussfolie zu diesem Unterricht, die Katrin fast kommentarlos auf alle wirken lies.

 

 

 

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